Cristie Data und Rubrik bringen die Cloud zum Strom

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Auch wenn der Strombedarf trotz immer neuer und größerer Rechenzentren weniger stark ansteigt als noch vor ein paar Jahren befürchtet – er steigt dennoch. Dass der Energiebedarf nicht mehr proportional zur Rechenleistung wächst, liegt vor allem an der Technik. Moderne Rechner sind wesentlich effizienter als ihre stromhungrigen Vorgänger. Neue Technologie wie Cloud-Computing hilft dabei, Ressourcen besser auszunutzen. Allerdings sind bei aller Effizienz die Betreiber oft weit entfernt von CO2-Neutralität. Und auch bei der Optimierung der Gesamtbetriebskosten (TCO) ist noch einiges drin.

Cristie Data GmbH hat für beides eine Lösung. Am 25. November präsentierte das auf Datenmanagement und Disaster Recovery spezialisierte Unternehmen sein jüngstes Rechenzentrum und stellte neue Managed-Cloud-Services vor. Zusammen mit Technologiepartner Rubrik bietet das innovative Unternehmen Backup und Desaster Recovery as a Service (BaaS, DRaaS) mit Strom direkt vom Erzeuger.

Das Eckige muss ins Runde

Cristie-Geschäftsführer Volker Wester legt viel Wert auf besonders nachhaltige und kosteneffiziente Services. Außerdem fordern seinen Geschäftspartnern ein hohes Maß an Sicherheit für ihre Daten bei großer Flexibilität und geringen Ausfallzeiten. Das berücksichtigt der umtriebige Unternehmer auch bei der Wahl seiner Rechenzentren (RZ), die er ua bei der COMback GmbH und deren Hochsicherheitsrechenzentrum in einem ehemaligen Atomschutzbunker betreibt. Sein Faible für ungewöhnliche Lokationen spiegelt auch das neue RZ wider. Das befindet sich im Fuß vom Turm eines Windrades.

Als Paderborner kennt Volker Wester die Vorteile seiner Heimat. Die windreiche Gegend ist ideal für Windparks. Viel Wind erzeugt viel grüne Energie. Das ist für die vorhandenen Stromnetze eine Herausforderung. Droht-Überkapazität, z. B. durch zu viel Wind, werden die Windenergieanlagen vom Netzbetreiber abgeregelt. Um seine Anlagen besser auszunutzen, hat sich das regionale Windenergieunternehmen WestfalenWIND etwas einfallen lassen: Es vereint den stromintensiven Verbraucher mit einem nachhaltigen Erzeuger. Aus dieser Idee wurde ein nach Verfügbarkeitsklasse III zertifiziertes RZ im Turm einer Enercon E-115-Windenergieanlage – die windCORES. Das Konzept wurde 2019 mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis ausgezeichnet. Die windCORES sind über dedizierte Darkfiber direkt mit den großen Internetknoten in Frankfurt verbunden. Eine Kapazität von bis zu 6 Tbit/s ermöglicht nicht nur eine nahezu beliebige Bandbreite in der Datenanbindung, sondern dies auch mit extrem kurzen Latenzzeiten. Ausfallsicherheit gewährleisten die unabhängigen Medien Glasfaser und Richtfunk. „Neben der unglaublichen Leistungsfähigkeit haben uns vor allem zwei Dinge überzeugt: Das Sicherheitskonzept und dass wir unsere Services zu einem unglaublich günstigen Tarif anbieten können. Immerhin sparen wir die Netzentgelte beim Stromtarif. Das geben wir natürlich gern an unsere Kunden weiter“, freut sich Volker Wester, der natürlich auch die Nachhaltigkeit des nahezu CO2-freien Rechenzentrums im Windrad zu schätzen weiß.

Cloud-Backup und Disaster Recovery made in Germany

Mit der Nutzung des windCORES-Datacenters bietet Cristie seinen Klienten ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Große Organisationen können die neuen Standorte für ihr Archiv nutzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Daten auf Bändern oder Platten gespeichert werden sollen.

Den wohl größten Vorteil werden jedoch kleine und mittelständische Betriebe (KMU) haben. In Zusammenarbeit mit Rubrik hat Cristie seine Managed Cloud-Services um den Schutz vor Schäden durch Ransomware und Instant-Recovery-Funktionen erweitert. Der Service auf Basis der CLOUDBRIK-Produktlinie ist ab sofort als Cloud oder Hybrid-Cloud erhältlich.

Volker Wester hilft Unternehmen, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. „Unsere Kunden haben die Gewissheit, jederzeit auf ihre Daten zugreifen zu können – egal was passiert. CLOUDBRIK und die Intelligenz von Rubrik schützen Unternehmen vor den Folgen von Ransomware-Angriffen. Wir sorgen für minimale Ausfallzeiten von kritischen Diensten und achten auf Effizienz vor allem bei den Gesamtkosten. Und das Klima retten wir mit unserem Ansatz ganz nebenbei auch noch“, ergänzt er stolz, mit einem kleinen Augenzwinkern.

Über sterben westfalenVERGISS ES :
Sterben westfalenVERGISS ES betreibt in ihrer Unternehmensgruppe derzeit Windenergieanlagen (WEA) mit einer Gesamtleistung von ca. 350 MW. Sie beschäftigen sich mit der Erschließung und Nutzenerweiterung von WEAs für IT-Besiedlungskonzepte entlang nachhaltiger Energieerzeugungsinfrastrukturen. Für zukünftige IT-Bedarfe und Energiepreisentwicklungen wurde eine Symbiose aus Rechenzentren (RZ) und WEA entwickelt. Das innovative windCORES-Konzept zeigt durch eine einzigartige Synergienutzung neue wirtschaftliche Wege für den nachhaltigen, effizienten und kostengünstigen Betrieb von IT-Anwendungen und -Systemen auf.