VMware-Preisanalyse vor und nach der Broadcom-Übernahme

VMware-Preisanalyse: Vor und nach der Broadcom-Übernahme. Was Unternehmen wissen müssen. Nachfolgend finden Sie eine globale, vergleichende Analyse, wie sich die Preismodelle und Lizenzstrukturen von VMware vor, während und nach der Übernahme durch Broadcom entwickelt haben – und welche Konsequenzen dies weltweit für Unternehmenskunden (insbesondere in den USA und der EU) hatte. Wir beleuchten zudem, wie sich diese Umstellung auf VMware-Bestandskunden, Neukunden sowie auf die IT-Budgetierung und -Planung auswirkt. 1 Ausgangslage: VMware vor der Broadcom-Übernahme Lizenzmodell & Produktbündelung Historisch bot VMware eine große Auswahl an eigenständigen SKUs an — Kunden konnten genau die Komponenten kaufen, die sie benötigten, z. B. Hypervisor (vSphere), Speicher (vSAN), Netzwerk (NSX), Management usw. Die Lizenzierung erfolgte in der Regel perpetual (dauerhaft), mit optionalen Verlängerungen für „Support & Subscription (SnS)“ zur Aktualisierung und Unterstützung. Viele Kunden hielten diese Lizenzen unbegrenzt und zahlten nur bei Bedarf für Wartung/Support. Für kleinere Unternehmen und KMUs gab es kompaktere/günstigere SKUs (z. B. Essentials, Essentials Plus, vSphere ROBO), was eine kosteneffiziente Virtualisierung ohne komplette Enterprise-Bündel ermöglichte. Dieser modulare, à-la-carte-Ansatz bot Flexibilität: Unternehmen konnten die Lizenzierung an ihren tatsächlichen Bedarf anpassen, unnötige Komponenten vermeiden oder bei Bedarf investieren. Kostenkontrolle und Auswirkungen auf das Geschäft Durch das Modell aus dauerhafter Lizenzierung plus Wartung konnten viele Kunden ihre Lizenzkosten nach dem Erstkauf deckeln; die jährlichen Supportverlängerungen betrugen oft nur ~20–25 % der Ursprungskosten. Für Unternehmen mit stabiler Virtualisierungsinfrastruktur bedeutete dies planbare, kontrollierbare laufende Kosten — wichtig für langfristige Budgetplanung und CAPEX-Kontrolle. Die breite Produktpalette und flexible Lizenzierung machten VMware für Unternehmen jeder Größe weltweit attraktiv (USA, EU, international). VMware war vor der Übernahme durch Broadcom somit ein flexibler, modularer und kostenkontrollierbarer Anbieter — besonders vorteilhaft für Kunden, die nicht das gesamte Stack benötigten. 2 Während und unmittelbar nach der Broadcom-Übernahme (Ende 2023 – 2024): Der schnelle Wandel beginnt Als Broadcom VMware im November 2023 übernahm, erwarteten viele Analysten und Kunden sofortige Veränderungen. Diese traten auch prompt ein und beschleunigten sich im Verlauf des Jahres 2024. Umstieg auf Abonnements, Ende der unbefristeten Lizenzierung (Broadcom News and Stories) Im Dezember 2023 kündigte Broadcom eine „drastische Vereinfachung“ des VMware-Portfolios an, inklusive einer vollständigen Umstellung auf Abonnement- und befristete Lizenzen. Der Verkauf neuer dauerhafter Lizenzen wurde eingestellt. Bestehende Kunden mit aktiven Wartungsverträgen durften diese weiter nutzen, doch Broadcom kündigte das Ende der SnS-Verlängerungen an. Für Neukäufe oder Vertragsverlängerungen müssen Kunden auf Abonnements oder befristete Modelle umsteigen. VMware Produktbündelung & SKU-Vereinfachung Broadcom hat die Anzahl der SKUs drastisch reduziert — weg von vielen Einzelprodukten, hin zu wenigen Bündeln. Einzelne Produkte (z. B. vSAN oder NSX) wurden weitgehend abgeschafft. Stattdessen müssen Kunden Bündel wie: VMware Cloud Foundation (VCF) nutzen — ein vollständiges Private-Cloud-Paket (Hypervisor, Speicher, Netzwerk, Management, Orchestrierung). vSphere Foundation — eine Basisvariante für Infrastrukturkunden ohne Bedarf für den vollen VCF-Umfang. Laut Broadcom dient diese Vereinfachung der „kontinuierlichen Innovation“, schnellerem Mehrwert und planbaren Investitionen. Erste Reaktionen: Unsicherheit & Bedenken Die Umstellung führte zu unmittelbarer Kritik durch Kunden, Partner und Analysten. (TechTarget) Einige langjährige VMware-Kunden berichteten von drastisch erhöhten Verlängerungsangeboten im neuen Abomodell. (CloudBolt) In Foren wie Reddit kursierten Berichte über massive Preissteigerungen — z. B. durch Wechsel von CPU-Socket- auf Core-basierte Abrechnung. (Reddit). Viele kleinere Unternehmen (vor allem solche mit Essential-SKUs) begannen zu hinterfragen, ob VMware unter Broadcom noch wirtschaftlich sei. (CIO). Analystenhäuser (IDC, unabhängige Analysten) wiesen darauf hin, dass diese Umstellung Kunden dazu veranlassen könnte, sich nach Alternativen umzusehen. Einige kleinere VMware-Wiederverkäufer oder Value Added Partner befürchteten, verdrängt zu werden, da Broadcom begann, nur noch wenige strategische Großkunden anstelle einer breiten Reichweite bei KMUs und Partnern zu priorisieren. (CIO) 3 Nach der Übernahme bis 2025: Das neue Broadcom-Lizenzmodell für VMware Bis 2025 hatte sich das neue Lizenz- und Preismodell von VMware unter Broadcom weitgehend stabilisiert — mit teils erheblichen Auswirkungen für viele Kunden. Kernelemente des Broadcom-Lizenzmodells 2025 Ausschließlich abonnements- und laufzeitbasierte Lizenzen. Alle neuen VMware-Produkte werden nur noch im Abonnement (1, 3 oder 5 Jahre) angeboten. Der Verkauf unbefristeter Lizenzen sowie SnS-Verlängerungen ist beendet. (Broadcom News and Stories) Das Angebot konzentriert sich auf VCF und vSphere Foundation, mit gelegentlichen Preisnachjustierungen (z. B. pro Core). (ColocationPlus.com) Broadcom erhöhte die Mindestanzahl von CPU-Kernen pro Lizenz, was insbesondere kleine/mittlere Umgebungen hart trifft. (CRN) Es wurden neue Strafgebühren eingeführt: z. B. 20 % Aufpreis auf die Abogebühr, wenn Verlängerung nicht exakt zum Vertragsende erfolgt. (CRN) Kunden müssen durch die Bündelung oft mehr bezahlen, auch wenn nicht alle Komponenten genutzt werden. Einzelprodukte sind kaum noch erhältlich. (CIO) Reale Auswirkungen & Kostensteigerungen Quellen berichten von Lizenzkostensteigerungen von 150 % bis 500 %, teils bis zu 1200 %, im Vergleich zur Vorübernahmezeit. (CIO) Ein oft zitiertes Community-Beispiel (via Reddit) beschrieb eine Verlängerung vor der Übernahme für, sagen wir, 160.000 $ pro Jahr. Nachdem nach der Übernahme eine zeitlich befristete Produktkennung (Term SKU) erzwungen wurde, lag das neue Angebot beim etwa Zehnfachen dieses Preises. (CloudBolt) Auch bei gleichbleibender Core-Anzahl stiegen die Kosten durch Core-basierte Lizenzierung (statt Socket-basiert) und Mindestgrenzen deutlich. (Reddit) Die Support- und Wartungskosten steigen ebenfalls: Einigen Berichten zufolge belaufen sich die Support-Gebühren unter Broadcom nun auf 25–30 % des jährlichen Lizenzwerts (im Vergleich zu etwa 20–25 % unter dem früheren VMware). Über einen Zeithorizont von 5 Jahren könnten sich die gesamten Support-Kosten auf 125–150 % des ursprünglichen Lizenzwerts summieren (gegenüber etwa 110 % unter dem alten Modell) — was bedeutet, dass die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) langfristig erheblich höher sind- (broadcomnegotiations.com) Weitere strukturelle Änderungen Broadcom veränderte das Partnernetzwerk: Kleine Reseller wurden zurückgestuft, strategische Großkunden bevorzugt. (TechTarget) Viele traditionelle Partner, die kleine Lizenzen verkauft haben, können nicht mehr profitabel arbeiten. (CRN) Einige Kunden migrieren bereits zu Open-Source-Hypervisoren oder Cloud-native Alternativen, um Kosten zu senken, (novacloud.io) 4 Regionale & regulatorische Auswirkungen: EU vs. USA EU: Mehr regulatorischer Druck & Partner-Protest In der EU lösten die Änderungen Widerstand bei Cloud-Anbietern und Handelsgruppen aus. Zum Beispiel kritisierte ein Konsortium, zu dem CISPE, ein wichtiger europäischer Verband von Cloud-Dienstanbietern, sowie andere Cloud-Anbieter-Vereinigungen gehören, die neuen Lizenzierungsänderungen öffentlich. Sie argumentierten, dass Preiserhöhungen, Re-Bundling und neue Abrechnungspraktiken die wirtschaftliche Tragfähigkeit vieler europäischer Cloud-Dienstanbieter bedrohten. (Reuters) Diese in der EU ansässigen Anbieter warnten vor „Vendor
