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Lexikon · Backup & Recovery
Kurz erklärt
Ein Image-Backup sichert ein ganzes Laufwerk oder System als Abbild: Betriebssystem, Programme, Einstellungen und Daten. Anders als ein dateibasiertes Backup lässt sich damit ein Rechner oder Server komplett wiederherstellen, ohne ihn neu zu installieren – je nach Software auch auf anderer Hardware oder als virtuelle Maschine. Unter Windows heißt ein solches Abbild auch Systemabbild.
Komplett
Betriebssystem, Programme, Daten
Alles in einem Abbild.
Blockbasiert
Sektoren statt einzelner Dateien
Auch Bootbereich und Partitionen.
Ein Schritt
Ganzes System zurück
Ohne Neuinstallation.
Ein Image-Backup liest ein Laufwerk oder eine Partition blockweise aus und speichert das Ergebnis als Abbild (Image). Darin steckt alles, was zum Betrieb gehört: Bootbereich, Partitionen, Betriebssystem, installierte Programme, Konfiguration und Daten.
Moderne Backup-Software erstellt Images im laufenden Betrieb und sichert nach dem ersten vollständigen Abbild nur noch die geänderten Blöcke. Wie Voll- und Teilsicherungen zusammenspielen, erklärt der Eintrag Backup-Arten.
Sichert ausgewählte Dateien und Ordner. Flexibel und platzsparend – nach einem Totalausfall muss das System aber erst neu installiert und eingerichtet werden, bevor die Daten zurückkommen.
Sichert das ganze System. Nach einem Hardwareausfall oder Angriff kommt der Rechner in einem Schritt zurück. Einzelne Dateien lassen sich je nach Software trotzdem aus dem Image holen.
In der Praxis ergänzen sich beide: Images für die schnelle Wiederherstellung ganzer Systeme, datei- oder anwendungsbezogene Sicherungen für Daten mit eigenen Aufbewahrungsregeln.
Die Wiederherstellung eines kompletten Systems auf einer „nackten“ Maschine heißt Bare Metal Recovery. Ob sie im Ernstfall gelingt, zeigt nur ein Test – mehr dazu im Eintrag Wiederherstellbarkeit.
Andere Hardware: Lässt sich das Image auch auf abweichender Hardware, als VM oder in der Cloud wiederherstellen?
Konsistenz: Werden Datenbanken und Anwendungen im laufenden Betrieb konsistent gesichert?
Speicherbedarf: Inkrementelle Images und Deduplizierung halten die Datenmenge klein.
Schutz: Liegt mindestens eine Kopie unveränderlich oder offline?
Tests: Wird die Wiederherstellung aus dem Image regelmäßig geprüft?
Windows bringt mit „Systemabbild erstellen“ eine eigene Image-Funktion mit. Microsoft führt diese Lösung (System Image Backup) allerdings in der Liste der veralteten Features und entwickelt sie nicht weiter. Für einzelne PCs mag sie genügen; für Server im Unternehmen sind zentral verwaltete Backup-Software und eine erprobte Wiederherstellung auf anderer Hardware die bessere Wahl.
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Eine Sicherung eines ganzen Laufwerks oder Systems als Abbild – mit Betriebssystem, Programmen, Einstellungen und Daten. Damit lässt sich ein Rechner oder Server komplett wiederherstellen.
Ein Klon kopiert ein Laufwerk direkt auf ein anderes, das sofort einsatzbereit ist. Ein Image wird als Datei gespeichert, kann mehrere Versionen haben und wird erst bei Bedarf zurückgeschrieben.
Bei den meisten Backup-Programmen ja. Das Image wird dafür eingebunden, und einzelne Dateien oder Ordner werden daraus kopiert.
Ja, wenn die Software Treiber und Einstellungen an die neue Hardware anpassen kann. Das ist entscheidend, wenn nach einem Ausfall keine identische Hardware verfügbar ist oder das System als virtuelle Maschine weiterlaufen soll.
Das richtet sich nach der RPO. Für Server sind tägliche Images mit inkrementellen Zwischenständen verbreitet; nach Updates oder Konfigurationsänderungen lohnt sich ein zusätzliches Image.
Nicht immer. Images eignen sich für die schnelle Wiederherstellung ganzer Systeme. Für die lange Aufbewahrung einzelner Daten oder Postfächer sind datei- oder anwendungsbezogene Sicherungen oft besser geeignet.
Verwandte Begriffe: Bare Metal Recovery · Backup-Arten · Wiederherstellbarkeit · Disaster Recovery · RTO und RPO · Deduplizierung
Quellen: Microsoft: Veraltete Features in Windows
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