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Lexikon · Backup & Recovery
Kurz erklärt
Zero Trust ist ein Sicherheitsprinzip, das keinem Nutzer, Gerät oder System automatisch vertraut, auch nicht innerhalb des eigenen Netzes. Jeder Zugriff wird einzeln geprüft und nur so weit erlaubt, wie er nötig ist. Kurz: „Niemals vertrauen, immer überprüfen.“ Für Backups heißt das: Selbst wer Administratorrechte im Netz erbeutet, darf Sicherungen nicht löschen oder verändern.
Prinzip
Immer prüfen
Jeder Zugriff, jedes Mal.
Rechte
Minimal
Nur was für die Aufgabe nötig ist.
Annahme
Einbruch
Angreifer könnten schon im Netz sein.
Das klassische Sicherheitsmodell gleicht einer Burg: Eine starke Mauer schützt das Netz, wer drin ist, gilt als vertrauenswürdig. Zero Trust gibt diese Annahme auf. Das US-Standardisierungsinstitut NIST beschreibt das Konzept in der Publikation SP 800-207: Vertrauen entsteht nie allein durch den Ort im Netz, sondern wird für jede Anfrage neu geprüft.
Dabei zählen Identität, Gerätezustand, Ort, Uhrzeit und die Sensibilität der Daten. Grundbausteine sind eine starke Anmeldung mit mehreren Faktoren, minimale Berechtigungen, eine feine Aufteilung des Netzes (Segmentierung) und eine laufende Überwachung, die ungewöhnliches Verhalten erkennt.
Backups sind ein Hauptziel von Ransomware-Angreifern: Wer die Sicherungen löscht, erhöht den Druck zur Zahlung. In vielen Umgebungen sind Backup-Server aber mit denselben Domänenkonten erreichbar wie die Produktion. Ein einziges erbeutetes Admin-Konto reicht dann, um alles zu zerstören.
Zero Trust setzt genau hier an: eigene Konten für die Backup-Verwaltung ohne Anbindung an die Produktiv-Domäne, Mehr-Faktor-Anmeldung, ein getrenntes Backup-Netz, Vier-Augen-Prinzip für Löschvorgänge und Speicherziele, auf denen Daten für eine Frist unveränderlich liegen. Noch weiter gehen Lösungen, bei denen nur freigegebene Prozesse überhaupt auf das Backup-Repository schreiben dürfen.
Kein einzelnes Produkt macht ein Unternehmen „Zero Trust“. Es ist ein Umbau in Schritten: zuerst die wichtigsten Daten und Zugänge, dann Netz, Geräte und Anwendungen. Ein sinnvoller Start sind die Bereiche mit der größten Wirkung, nämlich Administratorkonten, Fernzugänge und die Datensicherung, weil sie im Ernstfall über die Wiederherstellung entscheidet.
Erstens die Identitäten: Mehr-Faktor-Anmeldung für alle Administratoren, getrennte Konten für Backup und Produktion. Zweitens die Rechte: Niemand braucht dauerhaft volle Rechte, Freigaben sollten zeitlich begrenzt sein. Drittens das Netz: Backup-Systeme in ein eigenes Segment, nur die nötigen Verbindungen erlauben. Viertens die Daten: mindestens eine Kopie unveränderlich oder offline. Fünftens die Überwachung: Auffällige Löschvorgänge oder Anmeldungen müssen einen Alarm auslösen.
Weder NIS2 noch DORA schreiben Zero Trust wörtlich vor. Viele geforderte Maßnahmen gehören aber dazu: NIS2 verlangt im BSI-Gesetz unter anderem Multi-Faktor-Authentifizierung, Zugriffskontrolle und Konzepte für die Verwaltung von IT-Systemen. Wer Zero Trust schrittweise umsetzt, erfüllt damit einen großen Teil dieser Anforderungen und stärkt die Cyber-Resilienz.
So unterstützt Cristie
Schreibschutz für Veeam-Repositories auf Windows: Nur freigegebene Anwendungen dürfen schreiben. Zu Blocky for Veeam®
Bedrohungsüberwachung rund um die Uhr (MDR): ungewöhnliche Anmeldungen und Zugriffe werden erkannt und gestoppt. Zu Eye Security
S3-Objektspeicher mit Object Lock für eine unveränderliche Kopie außerhalb Ihres Rechenzentrums. Zur Green S3 Cloud
Wir prüfen mit Ihnen Zugänge, Rechte und Speicherziele Ihrer Datensicherung.
Ein Sicherheitsprinzip, bei dem kein Nutzer, Gerät oder System automatisch als vertrauenswürdig gilt. Jeder Zugriff wird einzeln geprüft und nur im nötigen Umfang erlaubt.
Eine Firewall schützt die Grenze des Netzes. Zero Trust geht davon aus, dass Angreifer schon im Netz sein könnten, und prüft deshalb auch Zugriffe innerhalb des Netzes.
Das Konzept wurde über Jahre entwickelt. Eine verbreitete Referenz ist die Publikation SP 800-207 des US-Standardisierungsinstituts NIST.
Durch getrennte Konten für die Backup-Verwaltung, Mehr-Faktor-Anmeldung, ein eigenes Netzsegment, Vier-Augen-Prinzip beim Löschen und unveränderliche Speicherziele.
Nicht wörtlich. Viele der geforderten Maßnahmen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und Zugriffskontrolle sind aber Teil von Zero Trust.
Bei den Bereichen mit der größten Wirkung: Administratorkonten, Fernzugänge und die Datensicherung. Danach folgen Netz, Geräte und Anwendungen Schritt für Schritt.
Verwandte Begriffe: Immutable Backup · Air Gap · Ransomware · Cyber Resilience · NIS2 · Veeam Hardened Repository
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