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Lexikon · Backup & Recovery
Business Continuity: Definition, BCM und Notfallplanung
Kurz erklärt
Business Continuity (betriebliche Kontinuität) ist die Fähigkeit eines Unternehmens, seine kritischen Geschäftsprozesse auch bei schweren Störungen aufrechtzuerhalten oder schnell wiederherzustellen. Business Continuity Management (BCM) ist der systematische Prozess dahinter: Risiken analysieren, Notfallpläne erstellen, üben und laufend verbessern – etwa nach ISO 22301 oder BSI-Standard 200-4.
BIA
Business Impact Analyse
Was ist wirklich kritisch?
BCP
Business-Continuity-Plan
Wie arbeiten wir im Notfall weiter?
Übung
Tests und Notfallübungen
Funktioniert der Plan wirklich?
Was ist Business Continuity?
Business Continuity beantwortet eine einfache Frage: Wie bleibt das Unternehmen handlungsfähig, wenn etwas Gravierendes passiert? Gemeint sind nicht nur IT-Ausfälle, sondern auch der Ausfall eines Standorts, eines wichtigen Lieferanten oder vieler Mitarbeitender gleichzeitig.
Im Mittelpunkt stehen die Geschäftsprozesse, nicht die Technik: Welche Prozesse müssen weiterlaufen, wie lange darf ein Ausfall dauern, und mit welchen Mitteln wird der Notbetrieb organisiert? Die IT ist dabei fast immer ein zentraler Baustein.
Business Continuity, Disaster Recovery und Backup
Backup
Die Sicherungskopie der Daten – die technische Grundlage jeder Wiederherstellung.
Disaster Recovery
Die Wiederherstellung der IT nach einem Notfall: Systeme, Reihenfolge, Zuständigkeiten. Mehr dazu
Business Continuity
Der Rahmen für das ganze Unternehmen: Prozesse, Personal, Standorte, Lieferanten, Kommunikation – und die IT als ein Teil davon.
Business Continuity Management in 6 Schritten
BCM ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Kreislauf. Die gängigen Standards folgen im Kern diesen Schritten:
1
Geltungsbereich und Verantwortung festlegen
Die Geschäftsleitung legt fest, welche Bereiche abgedeckt werden, und benennt Verantwortliche für das BCM.
2
Business Impact Analyse (BIA)
Für jeden Prozess wird bewertet, wie schnell ein Ausfall Schaden verursacht. Daraus ergeben sich Wiederanlaufziele wie RTO und RPO.
3
Risiken analysieren
Welche Szenarien sind realistisch – Cyberangriff, IT-Ausfall, Brand, Lieferantenausfall – und wie wahrscheinlich sind sie?
4
Strategien und Pläne entwickeln
Ausweichlösungen für Prozesse, Personal und Standorte sowie IT-Notfallpläne. Das Ergebnis ist der Business-Continuity-Plan.
5
Üben und testen
Von der Schreibtischübung bis zum echten Wiederanlauf: Nur geübte Pläne funktionieren im Ernstfall.
6
Überprüfen und verbessern
Erkenntnisse aus Übungen, Vorfällen und Veränderungen im Unternehmen fließen regelmäßig in die Pläne ein.
Was gehört in einen Business-Continuity-Plan?
Mindestinhalt
✓ Kritische Prozesse mit Wiederanlaufzielen und Abhängigkeiten
✓ Krisenstab, Rollen, Vertretungen und Alarmierungswege
✓ Notbetrieb je Prozess: Ausweicharbeitsplätze, manuelle Verfahren, Dienstleister
✓ IT-Notfallpläne und Verweis auf den Disaster-Recovery-Plan
✓ Kommunikationsvorlagen für Mitarbeitende, Kunden, Behörden und Presse
✓ Kontaktlisten, die auch ohne laufende IT verfügbar sind
✓ Übungsplan und Protokolle
Standards und Regulierung
ISO 22301
Internationale Norm · zertifizierbar
Die internationale Norm für Business-Continuity-Managementsysteme. Unternehmen können sich danach zertifizieren lassen.
BSI-Standard 200-4
Deutschland · praxisnah
Der BCM-Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, mit Einstiegsstufen auch für kleinere Organisationen.
Die IT als Kern der Business Continuity
Kaum ein Geschäftsprozess funktioniert heute ohne IT. Deshalb hängt Business Continuity in der Praxis stark davon ab, wie schnell Systeme wieder laufen: über Failover auf Ersatzsysteme, über die Wiederherstellung kompletter Server und über Sicherungen, die auch einen Ransomware-Angriff überstehen – unveränderlich oder per Air Gap getrennt.
So unterstützt Cristie
IT-Wiederanlauf für Ihre Business Continuity
Recovery-Lösungen
Wiederanlauf-Strategien, die zu Ihren Wiederanlaufzielen passen. Zu den Recovery Solutions
System Recovery
Komplette Server auf neuer oder virtueller Hardware wiederherstellen. Zur System Recovery
Cybersicherheit
Schutz Ihrer Backups vor Ransomware, unter anderem mit Blocky®. Zur Cybersicherheit
Hält Ihre IT, was Ihr Notfallplan verspricht?
Wir prüfen mit Ihnen, ob Ihre Wiederanlaufziele technisch erreichbar sind.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Business Continuity und Disaster Recovery?
Business Continuity betrachtet das ganze Unternehmen und seine Geschäftsprozesse. Disaster Recovery ist der Teil davon, der sich um die Wiederherstellung der IT kümmert.
Ist Business Continuity Management Pflicht?
Für viele Unternehmen ja: NIS2 und DORA verlangen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs, ebenso Vorgaben für kritische Infrastrukturen. Für alle anderen ist BCM dringend empfohlen – oft fordern es auch Kunden oder Versicherer.
Was ist eine Business Impact Analyse?
Die BIA bewertet für jeden Geschäftsprozess, wie schnell und wie stark ein Ausfall schadet. Daraus leiten sich Prioritäten und Wiederanlaufziele wie RTO und RPO ab.
Wie oft sollte ein Business-Continuity-Plan getestet werden?
Mindestens einmal jährlich und nach größeren Veränderungen im Unternehmen. Sinnvoll ist eine Mischung aus Schreibtischübungen und technischen Wiederanlauftests.
Verwandte Begriffe: Disaster Recovery · RTO und RPO · Failover und Failback · Immutable Backup · Air Gap